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| La vierge, les coptes et moi Schlafkrankheit Wadjda Children of Sarajevo Das Schwein von Gaza No Una Noche The Woman in the Septic Tank Wilaya Taste the Waste |
Aktuell im Kino
Die folgenden Filme aus Afrika, Asien und Lateinamerika sind in Schweizer Kinos zu sehen. Da viele dieser Filme nicht gleichzeitig in mehreren Kinos programmiert sind, beachten Sie bitte die Details in der Presse. Einen Überblick über die Filme im Kino in Ihrer Nähe finden Sie auf der Website Cineman.
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Die Aufstellung ist nicht umfassend, die folgenden Titel entsprechen den Empfehlungen der Fachstelle «Filme für eine Welt». In den Augen der Fachstelle besonders sehenswerte Filme sind mit ** ausgezeichnet. | ||||
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La vierge, les coptes et moi Namir bricht nach Ägypten auf, der Heimat seiner Eltern. Seine Absicht: einen Film über das Wunder der Marienerscheinungen drehen. Schon bald geraten seine Nachforschungen ins Stocken, was Namir als Vorwand dient, die Familie seiner Mutter zu besuchen und das ganze Bauerndorf in eine abenteuerliche und höchst vergnügliche Inszenierung zu verwickeln. Eine köstliche Komödie über Wurzeln, Glauben und das Spiel des Kinos mit der Wirklichkeit. Sehen wir, was wir glauben, oder glauben wir, was wir sehen? Oder wie es Namirs Mutter sagt: „Es gibt Menschen, die sehen die Jungfrau, und es gibt Menschen, die sehen sie nicht. Vielleicht steckt darin eine Botschaft.“ [pd] «Umwerfendes Schelmenstück. Wahre Heiterkeitsstürme auslösend.» (NZZ) Publikumspreise Berlinale Panorama und Visions du Réel 2012 Zürich im Kino Xenix, Bern im Kino Kunstmuseum Weitere Informationen: cinélibre Schlafkrankheit Ebbo und Vera Velten leben seit fast 20 Jahren in verschiedenen afrikanischen Ländern. In Kamerun leitet Ebbo ein Schlafkrankheitsprojekt, in seiner Arbeit findet er Erfüllung. Vera hingegen fühlt sich in der internationalen Community von Yaoundé zunehmend verloren. Sie leidet unter der Trennung von ihrer Tochter Helen, 14, die in Deutschland ein Internat besucht. Ebbo muss sich entscheiden: entweder verliert er das ihm kostbare Leben in Afrika oder seine Frau, die er liebt. Mit jedem Tag wächst seine Angst vor der Rückkehr in die deutsche Heimat, die ihm inzwischen fremd geworden ist…und er entscheidet sich im letzten Moment gegen sie. Drei Jahre später trifft Ebbo auf Alex Nzila. Der junge französische Mediziner mit kongolesischen Wurzeln hat den Kontinent seiner Vorfahren schon lange nicht mehr betreten. Nun soll er im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation Ebbos Entwicklungshilfeprojekt evaluieren. Doch statt auf Hoffnung und neue Perspektiven trifft er auf einen destruktiven, verlorenen Menschen: wie ein Phantom entzieht sich der Doktor Velten seinem Gutachter. [pd] Silberner Bär für die Beste Regie, 61. Internationalen Filmfestspielen Berlin Weitere Informationen: cineworx **Wadjda Wadjda, ist der Erstlingsfilm einer Frau, die aus einem Land stammt, in dem Frauen das Autofahren und das Radfahren untersagt ist. Doch genau das will die selbstbewusste Wadjda, ein elfjähriges Mädchen, das bei einem Schulwettbewerb genug Geld gewonnen hat, um sich diesen besonderen Wunsch zu erfüllen. Frei von Klischees und berechenbarer Didaktik breitet der Film, das Bild der saudiarabischen Gesellschaft und Kultur auf realistische Weise aus. Mit einem gefühlvollen Film um ein hartnäckiges Mädchen gibt die saudische Regisseurin und Drehbuchautorin Haifaa Al Mansour ihr Debüt, ein äusserst ungewöhnliches Debüt - stammt es doch aus einem Land,in dem Kinos verboten sind. Publikumspreis Festival international de Films de Fribourg **Children of Sarajevo Rahima ist 23 und arbeitet in der Küche eines angesagten Restaurants in Sarajevo. Sie lebt mit ihrem 14-jährigen Bruder Nedim zusammen, den sie betreut, da die beiden ihre Eltern im Krieg verloren haben. Es ist nicht einfach für die junge Frau, für beide den Lebensunterhalt zu besorgen und mütterliche Pflichten wahrzunehmen. Unheimlich dicht erzählt Aida Begić aus dem heutigen Alltag in ihrer verwundeten Heimatstadt Sarajevo. Ein starkes Zeitbild aus dem heutigen Sarajevo ab 28. März in Basel (kult.kino camera) und Luzern (Stattkino), ab 4. April in Zürich (Filmpodium) und Bern (Kellerkino) und ab 5. April in Baden-Wettingen (Orient) Sarajevo Filmfestival: Beste Schauspielerin und Cineuropa Award Weitere Informationen: trigon film Das Schwein von Gaza (When pigs have wings) Das Mittelmeer ist seit langem Krisengebiet, entlang des Gaza-Streifens zum Beispiel ziehen die kleinen Fischer statt frischer Fische und Schalentiere nur noch Müll und bizarre Fundstücke der Wohlstandsgesellschaft aus dem Wasser. Da staunt der Fischer Jafaar nicht schlecht, als eines Tages ein vietnamesisches Hängebauchschwein aus seinen Netzen krabbelt - kein kleines Problem für den Mann, einen Palästinenser in den israelisch besetzten Gebieten, wo schon die Berührung eines unreinen Schweins ein Sakrileg ist… [pd] **No René Saavedra (Gael García Bernal) ist ein begnadeter Werbefachmann. Frisch aus dem amerikanischen Exil zurückgekehrt, kennt er die neusten Trends der Werbewirtschaft und setzt erfolgreich auf die Wirkung von Fernsehbildern, mit deren Hilfe er jede Ware erfolgreich vermarkten kann. Obwohl politisch selber nicht aktiv, bewegt er sich in dem von Augusto Pinochet autoritär geführten Land im Umfeld des Regimes. Dennoch gelingt es 1988 der Opposition, ihn als Leiter der Werbekampagne gegen ein Referendum zu gewinnen, in der der Diktator sich als Präsident bestätigen lassen will. Niemand glaubt an einen Sieg der Opposition, ausser Saavedra, der mit einer frechen, knallig-bunten Fernsehkampagne das Ruder herumzureissen versucht... [pd] Quinzaine des réalisateurs: Art Cinema Award Weitere Informationen: cineworx Una noche Weitere Informationen: trigon film The Woman in the Septic Tank Drei Studierende wollen ihren ersten Spielfilm drehen und träumen von einem weltweiten Erfolg bis hin zu den Oscars. Das Trio glaubt, die Erwartungen des ausländischen Publikums ans philippinische Kino zu kennen und zu wissen, dass Prostitution, Müllkippen und Slums gefragt sind. Aus dieser Zauberformel entwickeln sie den ultimativen Elendsrenner und führen auf hochamüsante Art gleich auch vor, wie das geht, indem sie die Geschichte um eine Mutter, die im Armenviertel ihre vielen Kinder ernähren soll, in Varianten zu erzählen versuchen und sich nicht scheuen, den grössten Filmstar des Landes für die Rolle zu gewinnen. Marlon Rivera führt uns auf köstliche Weise vor Augen, was es heisst, in einem Land Filme zu drehen, in dem es auch noch ein paar andere Probleme gibt als die Finanzierung einer Filmproduktion. Eine Satire mit Tiefgang. [pd] Asian Film Awards: People's Choice Award 2012 Weitere Informationen: trigon film Wilaya Fatimetu, Kind einer Sahraui-Familie, wird in einem Sahara-Flüchtlingscamp in Algerien geboren und später als kleines Mädchen zu Gasteltern nach Spanien geschickt. Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt sie zu deren Beerdigung in das Camp zurück. Inzwischen sind 16 Jahre sind vergangen, hat sie sich ans Leben in Spanien gewöhnt, ja sie kennt fast nichts Anderes. Der Bruder erwartet, dass sie nun bleibt und sich fortan um ihre gehbehinderte Schwester Hayat kümmert. Sie selber ist verunsichert, scheint zu spüren, dass sie von hier stammt, zu wissen, dass sie an ein anderes Leben gewohnt ist und zu wünschen, dass sie etwas zur Besserung der Situation der Menschen hier leisten kann. [pd] Weitere Informationen: trigon film Taste the Waste Mehr als die Hälfte unserer Lebensmittel landet im Müll, das meiste schon auf dem Weg vom Acker in den Laden, bevor es überhaupt unseren Esstisch erreicht: jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Es ist ein weltweites System: Alles soll jederzeit verfügbar sein, Supermärkte bieten durchgehend die ganze Warenpalette an, bis spät in den Abend muss das Brot in den Regalen frisch sein, zu jeder Jahreszeit gibt es Erdbeeren. Und alles muss perfekt aussehen: Ein welkes Salatblatt, ein Riss in der Kartoffel, eine Delle im Apfel - sofort wird die Ware aussortiert. Joghurt-Becher landen schon zwei Tage, bevor ihr Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft, im Müll. Es geht aber auch anders. Weltweit suchen Menschen nach Alternativen zu dieser irrsinnigen Verschwendung. [Pressetext]
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