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Fanta Regina Nacro, Frankreich 2001 Kurzspielfilmaus der Filmreihe «Pas d'histoires! 12 regards sur le racisme au quotidien»(«12 Blicke auf den Rassismus im Alltag») Produktion: L’association «Dire, faire contre le racisme» (d.f.c.r.), Little Bear, Frankreich 2000 Geeignet: Sekundarstufe 1 und 2 Dieser Film ist nur auf der DVD «Respekt statt Rassismus» verfügbar. Berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen, die Sie mit dem Film gemacht haben! Wir werden Ihr Feedback auf dieser Seite veröffentlichen. Die Auswahl der Fachstelle erfolgt auf Grund folgender Qualitätskriterien. |
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| Inhalt
Drei junge Männer beginnen in einem vollbesetzten Bus in einem Vorort von Paris zwei Mädchen zu belästigen. Die drei jugendlichen Franzosen arabischer Herkunft führen sich im Bus ungebührlich auf. Sie verscheuchen Mitfahrer und Mitfahrerinnen von ihren Plätzen und beginnen die zwei jungen Französinnen zu drangsalieren. Was zuerst als plumpe Anmache beginnt, wird mit der Zeit immer vulgärer und bedrohlicher. Die Mädchen reagieren kaum auf die primitive Anmache der drei Maghrebiner. Dies macht die jungen Männer noch aggressiver, werfen sie den Mädchen doch vor, sie seien arrogant und würden sie ablehnen, weil sie arabischer Herkunft seien. Die Mitreisenden im Bus reagieren nicht und so lässt man den Dingen ihren Lauf. Es kommt zu den ersten Körperberührungen, die von den Mädchen diskret, aber bestimmt zurückgewiesen werden. Plötzlich erhebt ein Mädchen die Stimme und sagt dem aufdringlich-sten der drei Männer in perfektem Arabisch ihre Meinung zu dessen Verhalten. Mit offenem Mund und verstört realisieren die drei Männer, dass es sich bei den Mädchen um Französinnen mit arabischer Her-kunft handelt. Sie verlassen daraufhin perplex und kopfschüttelnd den Bus. Fanta Régina Nacro wurde 1962 in Burkina Faso (Westafrika) geboren. Sie machte eine Ausbildung zur Filmemacherin am Institut africain d'études cinémtographiques in Burkina Faso. Nach einem Aufenthalt und einem filmwissenschaftlichen Studium in Paris gründete sie ihre eigene Produktionsfirma «Les Films du Défi» in Ouagadougou. 1992 drehte sie als erste Frau in Burkina Faso einen Spielfilm. Seither arbeitet sie als Drehbuchautorin, Regisseurin und Produzentin. In ihren mehrfach preisgekrönten Filmen behandelt sie offen, humorvoll und provokativ aktuelle gesellschaftspolitische Themen wie beispielsweise Aids oder die Gleichberechtigung der Frauen. Zur Zeit lebt sie in Paris und schreibt an einem Doktorat im Bereich Erziehungswissenschaften. «Wir alle erliegen irgendwann rassistischen Vorurteilen, auch ich selber bin davor nicht gefeit ... Das Drehbuch von Dalila hat in mir schmerzliche Erinnerungen wachgerufen und mir Gelegenheit ver-schafft, sie zu verarbeiten. Vor einigen Jahren befand ich mich einmal zusammen mit Freundinnen in der Metro, als eine weisshäutige Frau das Abteil betrat, gekleidet in einen afrikanischen 'Boubou'. Wir waren der Meinung, dass sie in diesem Kleid lächerlich aussah, denn schliesslich gehört das zu unserer Kultur, und nicht der ihren. Während der Fahrt haben wir nicht aufgehört, uns darüber in unserer Sprache, Arabisch, zu äussern und halblaut über diese Frau zu lästern. Sie reagierte nicht darauf, bis zum Moment als sie ausstieg: Sie drehte sich zu uns und redete mit uns in unserer Sprache. Nie werde ich ver-gessen, welche Gefühle der Trauer über unsere Spässe dabei ihre Worte und Blicke ausdrückten: Sie liebte unser Land, sprach dieselbe Sprache wie wir und konnte unsere verächtliche, abweisende Haltung nicht verstehen. Ich wünsche mir ganz aufrichtig, dass dieser Film dazu beitragen kann, jeden von uns zum Nachdenken anzuregen ...»
Ab 15 Jahren
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Dieser Film ist ausschliesslich auf der DVD «Respekt statt Rassismus» verfügbar. Verkaufspreis: Fr. 60. für schulischen und kirchlichen Unterricht sowie für Weiterbildungsveranstaltungen. Kirchliche Anlässe, für die nicht öffentlich geworben wird, sind ebenfalls möglich. Miete:
Artikelnummer: 52014 |
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