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Mohamed
 
Szenenbild
Catherine Corsini, Frankreich 2001
Kurzspielfilmaus der Filmreihe «Pas d'histoires! 12 regards sur le racisme au quotidien»(«12 Blicke auf den Rassismus im Alltag»)

Produktion: L’association «Dire, faire contre le racisme» (d.f.c.r.), Little Bear, Frankreich 2000
Drehbuch:Samia Ayeb
Kamera:Gilles Henry
Schnitt:Sabine Mamou
Sprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch
Filmlänge:5 Minuten
DarstellerInnen:Mamadi Touré («Mohamed»), Sokam Njaboy, Nbero Njaboy, Afchiata Diomambe

Geeignet: Primarstufe (3. bis 6. Schuljahr), Sekundarstufe 1

Dieser Film ist nur auf der DVD «Respekt statt Rassismus» verfügbar.

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Inhalt

In einer französischen Grundschule fordert die Lehrerin die Schülerinnen und Schüler auf, passende Begriffe zur Farbe «Gelb» zu nennen. Die Kinder beteiligen sich rege am Unterricht. Es fallen Worte wie «Gold», «Australien» oder «Feuer». Die Lehrerin fragt auch einen schwarzen Jungen: «Mohamed, hast du noch eine Idee?» Der Knabe schüttelt den Kopf. Schliesslich fährt die Lehrerin mit der Farbe «Schwarz» fort. Wieder machen die Kinder viele Vorschläge: «Schwarz wie eine Kanonenkugel, wie die Trauer, wie England, wie die Magie.» Jetzt beteiligt sich auch Mohamed am Gespräch. «Die Nacht» und «eine Fledermaus» kommen ihm bei der Farbe «Schwarz» in den Sinn.

Nach der Schule fährt Mohamed mit seinem Fahrrad nach Hause. Unterwegs kommt er an einem sandigen Platz vorbei, wo gerade mehrere junge Männer Fussball spielen. Dabei fliegt der Ball über den Spielfeldrand an das Vorderrad seines Velos. Er kommt gar nicht dazu, den Ball zurückzuspielen, als ihn ein dunkelhäutiger Mitspieler ziemlich grob anfährt: «He, kleiner Negro, spiel den Ball!» Mohamed nimmt sein Rad, steigt in die Pedale und fährt mit gesenktem Kopf nach Hause. Im Hausgang wird er von einem Nachbarn wohlwollend mit seinem Namen «Mohamed» begrüsst. Der Knabe reagiert aber aggressiv und schreit, dass er nicht mehr Mohamed genannt werden wolle.

Er betritt die Wohnung. Hier herrscht reges Treiben. Viele Erwachsene sprechen einträchtig miteinander und trinken Tee. Mohamed geht zuerst zu seiner Mutter, die seine jüngere Schwester frisiert und ihn deshalb nur kurz beachtet. Auch die Männerrunde nimmt seine Traurigkeit nicht wahr.

Mohamed zieht sich in sein Zimmer zurück und legt sich dort nachdenklich auf das Bett. Seine ältere Schwester kommt zu ihm und zieht ihn in die Höhe. Er bekennt ihr, dass er nicht mehr Mohamed heissen wolle. Er hätte es lieber, dass man ihn Kevin nennt. Die Schwester streichelt, tröstet und beruhigt ihn. Sie meint, dass Schwarz eine schöne Farbe sei, und auch sein Name passe zu ihm.

Zur Regisseurin

Catherine Corsini wurde in Frankreich geboren und machte eine Ausbildung zur Schauspielerin in Paris. Mitarbeit an Kurzfilmen, dann Arbeit als Drehbuchautorin und Regisseurin verschiedener Kurz- und Spielfilme.

Zur Autorin des Drehbuchs

Samia Ayeb ist 23 Jahre alt, hat Filmgeschichte studiert und Dokumentarfilme realisiert. Zum Szenario ihres Drehbuchs wurde sie durch die Bekanntschaft mit einem kleinen Jungen von den Komoren (ostafrikanische Inselgruppe im Indischen Ozean) angeregt: Der Knabe wollte weiss werden; er wünschte sich eine andere Hautfarbe.

«Der Respekt vor der anderen Person ist eine ganz wesentliche Aufgabe des Menschen - diese andere Person, die so oft wir selbst sind. Ich denke an Dich, Mamadi. Danke allen.»
Catherine Corsini

Lernziele

  • Erkennen, weshalb Mohamed plötzlich an seiner Identität zweifelt.
  • Die Symbolik des Vornamens Mohamed im Film verstehen können.
  • Sich Gedanken zur Bedeutung des eigenen Namens machen.
  • Erkennen, dass einerseits (Vor-)Namen die eigene Identität mitprägen, sich aber andererseits auch der Relativität dieses «Teils von sich selbst» bewusst werden.
  • Ein Gefühl dafür entwickeln, dass «Namensveränderungen» (Spitznamen) erschüttern und verletzen können - insbesondere bei Angehörigen von Minderheiten - und dass in dieser Hinsicht Sorgfalt und Rücksichtnahme erforderlich sind.

Ab 8 Jahren

 

Dieser Film ist ausschliesslich auf der DVD «Respekt statt Rassismus» verfügbar.

Verkaufspreis: Fr. 60.– für schulischen und kirchlichen Unterricht sowie für Weiterbildungsveranstaltungen. Kirchliche Anlässe, für die nicht öffentlich geworben wird, sind ebenfalls möglich.
Jede andere öffentliche, nicht-gewerbliche Vorführung eines Films der DVD bedarf einer zusätzlichen Abgeltung von CHF 50.–. Anfragen per Mail an die Fachstelle.

Miete:

  • Für Unterricht und Bildung: wenden Sie sich an die Verleihstelle in Ihrer Nähe (Mediotheken, didaktische Zentren, kirchliche Medienstellen) !
    Eine Aktuelle Liste finden Sie hier.
  • Öffentliche Vorführungen (ohne Erhebung eines Eintrittspreises, pro Filmvorführung): Fr. 80.–
    Reservationen bitte nur mit dem untenstehenden Formular.
    Ausserhalb des kirchlichen Rahmens muss zusätzlich die Filmmusik über die SUISA (Tel. 044 485 66 66, www.suisa.ch) entschädigt werden.

Artikelnummer: 52014

 

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Last Update 05.01.2011