Migration und Integration einer somalischen Familie
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Filmausschnitt

 

Muridi aus Zürich
Muridi
Regie, Kamera, Ton: Silvana Ceschi/Reto Stamm/Rolf Frey
Produktion: Dschoint Ventschr/ZDF/3sat (Reihe «Fremde Kinder»), Schweiz 2003
Schnitt: Franziska Schaffner, Rolf Frey
Musik: Andreas Canzani

Dokumentarfilm, 30 Minuten ab 12 Jahren

Sprachen: Schweizerdeutsch-Deutsch, Deutsch (teilweise untertitelt), Französisch (teilweise untertitelt)
Begleitmaterial: Maya Rechsteiner

Dieser Film ist ausschliesslich erhältlich auf der DVD «Kinder dieser Welt erzählen. Im Fokus: Kinderrechte»

  • Vertrieb in Deutschland: Evangelisches Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit EZEF
  • Vertrieb in Österreich: BAOBAB
Inhalt

Muridi Sharif ist 14 Jahre alt. Seit fast zwölf Jahren ist Zürich seine Heimat. Seine Eltern stammen aus Somalia und träumen davon, irgendwann dorthin zurückzukehren. Muridis Zuhause ist nicht wie das von Gleichaltrigen. Mit 35 Jahren haben seine Eltern bereits fünf Kinder. Muridi weiss, dass das für somalische Verhältnisse wenig ist. Beim Essen sitzt die Familie nicht um einen Tisch, sondern auf dem Boden, und gegessen wird nicht mit Besteck, sondern mit der Hand. Am Samstag geht Muridi in die Koranschule. Neben den kulturellen sind es aber auch politische Umstände, die an die Vergangenheit erinnern: Durch den Krieg und die damit verbundene Flucht leben Muridis Verwandte heute über den ganzen Erdball verstreut. Die Grossmutter in Italien oder den Onkel in Deutschland zu besuchen, ist der Familie nicht erlaubt. Da sie in der Schweiz den Status von Flüchtlingen haben, besitzen sie keine Ausweispapiere und können das Land nicht verlassen. Vielleicht sind unbewusst diese Erfahrungen auch der Grund dafür, dass Muridi sich an seiner Schule für den Frieden engagiert. Er hat sich vor drei Jahren zum Peace-Maker ausbilden lassen: Ein Projekt, mit dem in Zürich gegen Gewalt auf den Schulhöfen gekämpft wird. Muridi ist aber kein braver Aussenseiter. Auch er vergisst sich manchmal und schlägt wütend auf andere ein, heckt mit seinen Klassenkameraden Streiche aus, liebt Computerspiele und Fussball, coole Kleider und HipHop.

Angaben

Zu den Regisseur/innen:

Silvana Ceschi liess sich am MAZ in Luzern zur Journalistin ausbilden und entwickelte sich dann weiter in Richtung Dokumentarfilm: zuerst als Regieassistentin bei Samir, dann in der Masterschool Dokumentarfilm, Münster sowie durch die Documentary Coaching Programme am Binger Filminstitute in Amsterdam. Ihre bisherigen Filme handeln meist von Cross Culture Themen, so auch der Kinodokumentarfilm "La Reina del Condón" / 2007 (Co-Regie Reto Stamm), der TV-Dok "The last Wall" / 2004 oder eben "Muridi in Zürich“ / 2003.

Reto Stamm, geboren 1967, arbeitete erst als Informatiker bevor er einige Semester Geschichte und Filmwissenschaft an der Universität Zürich studierte. Seit 1998 ist Reto Stamm als freischaffender Dokumentarfilmer und Filmtonmeister in der Schweiz und Irland tätig. Seit 2001 regelmässige Zusammenarbeit mit Rolf Frey und Silvana Ceschi im eigenen Filmatelier Simsalafilm. Nach einigen kürzeren Arbeiten realisierte er 2007 zusammen mit Silvana Ceschi den Kinodokumentarfilm "La Reina del Condón".

Rolf Frey studierte einige Jahre Pädagogik und Publizistik an der Universität Zürich und besuchte die Videoklasse der Schule für Gestaltung in Basel. Er arbeitet seit 2001 als freier Dokumentarfilmschaffender und Cutter u.a. fürs Schweizer Fernsehen oder mit der Simsalafilm GmbH (Ceschi/Stamm/Frey) an filmischen Portaits. Seit jüngster Zeit beschäftigt er sich in Podcasts und Videoessays speziell mit dem Ton zum Bild.

Land: Schweiz

Themen: Migrationsgründe, Integration, Friedensarbeit

Begleitmaterial von Maya Rechsteiner
Hinweis: die Webversion des Begleitmaterials ist in geringer Auflösung und für den Ausdruck nicht geeignet!

Schwerpunkt: Der Fokus des Filmes liegt auf der Migration und Integration einer somalischen Familie in Zürich.

Lernziele
  • Sich am Beispiel von Muridi mit der Situation einer somalischen Familie, die auf Asyl wartet, auseinandersetzen
  • Eigene Kurzfilmportraits herstellen
  • Gründe und Begriffe der Migration verstehen
  • Elemente eines Friedensstifterprogramms anwenden

Dieser Film ist ausschliesslich erhältlich auf der DVD «Kinder dieser Welt erzählen. Im Fokus: Kinderrechte»

Verkaufspreis: Fr. 60.– für Unterricht und Weiterbildung, Fr. 100.– für Medienstellen mit externer Ausleihe und/oder für das Recht zur öffentlichen Vorführung (ohne Erhebung eines Eintrittspreises).

Miete:

  • Für Unterricht und Bildung: wenden Sie sich an die Verleihstelle in Ihrer Nähe (Mediotheken, didaktische Zentren, kirchliche Medienstellen) !
    Eine Aktuelle Liste finden Sie hier.
  • Für öffentliche Vorführungen (ohne Erhebung eines Eintrittspreises): Fr. 50.–
    Reservationen ausschliesslich mit dem untenstehenden Formular

Ausserhalb des kirchlichen Rahmens muss zusätzlich die Filmmusik über die SUISA (Tel. 044 485 66 66, www.suisa.ch) entschädigt werden.

Artikelnummer: 52052

 
  • Vertrieb in Deutschland: Evangelisches Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit EZEF
  • Vertrieb in Österreich: BAOBAB

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Last Update 05.01.2010