Wahrheit und Versöhnung in Südafrika
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Farbe der Wahrheit

 

Die schwierige Suche nach der Wahrheit
Regie: Dobrivoie Kerpenisan, Clarissa Ruge, Deutschland 1998
Dokumentarfilm, Deutsch, 30 Minuten

Für die Ausleihe in Deutschland besuchen Sie die Website des evangelischen Zentrums für entwicklungsbezogene Filmarbeit EZEF.

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Die Auswahl der Fachstelle erfolgt auf Grund folgender Qualitätskriterien.

Inhalt

Der schwarze Studentenführer Siphiwo Mtimkuhlu ist während des Apartheidregimes von Polizisten gefangen genommen und gefoltert worden und schliesslich spurlos verschwunden. Erst 15 Jahre später erfährt seine Familie anlässlich einer Anhörung vor der von Erzbischof Tutu geleiteten Wahrheits- und Versöhnungskommission, was mit ihrem Sohn wirklich geschehen ist. Mit der Gegenüberstellung von Opfern und Tätern vor der Wahrheits- und Versöhnungskommission beschreitet Südafrika einen einzigartigen Weg zur Vergangenheitsbewältigung. Die Kamera begleitet die Familie von Siphiwo zur Anhörung und dokumentiert behutsam und aus kritischer Distanz den beklemmenden Moment, in dem die schreckliche Wahrheit über den Mord an Siphiwo eröffnet wird. Trotz unermesslicher Trauer und Wut über das Vorgefallenen wären die Angehörigen zur Verzeihung bereit, falls sie die ganze Wahrheit erfahren und bei den Mördern Reue feststellen würden. Obschon die Täter weder alles zugeben noch um Verzeihung bitten, betont die Schwester von Siphiwo die überwiegend positiven Folgen des Prozesses, der durch die Wahrheits- und Versöhnungskommission in Gang gekommen ist.

Der Film dokumentiert die Suche Südafrikas nach Gerechtigkeit, und zeigt, wie nach dem Prinzip «Vergebung statt Vergeltung» eine Aufarbeitung der Vergangenheit versucht wird. Der Weg ist lang und schmerzhaft. Der Film stellt die Frage nach den Möglichkeiten von Vergangenheitsbewältigung und Versöhnung. Damit leistet er einen wertvollen Beitrag zur Friedenserziehung.

Angaben

Land: Südafrika

Themen: Menschenrechte | Gewalt | Frieden

Gesprächspunkte:

  • Vergangenheitsbewältigung statt Verdrängung - Umgang mit Geschichte bei uns
  • Erinnerung an die Rolle der Schweiz
  • Was Versöhnung von den Betroffenen fordert
  • Diskussion um Begriffe wie Gerechtigkeit, Wahrheit
  • Wie weit darf eine Amnestie gehen?
  • Zur Arbeit der Wahrheitskommission
  • Die Rolle der Kirche im Demokratisierungsprozess

ab 16 Jahren

Arbeitshilfe von Frank Kürschner-Pelkmann, bearbeitet und ergänzt von Vreni Schneider

Bitte beachten Sie:

  • Bei unseren Lernangeboten steht stets der Film im Zentrum. Das didaktische Begleitmaterial ist konzipiert als Zusatzangebot, das den Lehrpersonen Vorschläge für die Auswertung und Vertiefung des Films im Unterricht bietet. Es ist modular einsetzbar und enthält ergänzende Hintergrundinformationen, didaktische Impulse und Arbeitsblätter.

Pressestimme

«Clarissa Ruge und Dobrivoie Kerpenisan ist es mit dem Film gelungen, einen Einblick in das Tragische von Unterdrückung und Mord zu geben. Es wird dort sichtbar, wo die Bildermacher dem Betrachter Zeit geben, zu betrachten, und nicht von einer 'Attraktion' zur nächsten hetzen. Ihre Dokumentation über die Wahrheitskommission in Südafrika schafft es, an einem Beispiel die Tragödie des Landes sichtbar zu machen.» (TAZ, 17.10.1998)

Internationale Auszeichnungen

1. Preis deutscher Menschenrechts-Filmpreis 2000

Dieser Film ist ausschliesslich auf der DVD «Respekt statt Rassismus» verfügbar.

Verkaufspreis: Fr. 60.– für schulischen und kirchlichen Unterricht sowie für Weiterbildungsveranstaltungen. Kirchliche Anlässe, für die nicht öffentlich geworben wird, sind ebenfalls möglich.
Jede andere öffentliche, nicht-gewerbliche Vorführung eines Films der DVD bedarf einer zusätzlichen Abgeltung von CHF 50.–. Anfragen per Mail an die Fachstelle.

Miete:

  • Für Unterricht und Bildung: wenden Sie sich an die Verleihstelle in Ihrer Nähe (Mediotheken, didaktische Zentren, kirchliche Medienstellen) !
    Eine Aktuelle Liste finden Sie hier.
  • Öffentliche Vorführungen (ohne Erhebung eines Eintrittspreises, pro Filmvorführung): Fr. 80.–
    Reservationen bitte nur mit dem untenstehenden Formular.
    Ausserhalb des kirchlichen Rahmens muss zusätzlich die Filmmusik über die SUISA (Tel. 044 485 66 66, www.suisa.ch) entschädigt werden.

Artikelnummer: 52014

 

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Eine Dienstleistung der Stiftung éducation21
Created by medialink - Last Update 01.09.2011