Der farbige Schauspieler Mulu ist auf dem Weg zu seinem Auftritt in einem deutschen Provinztheater. Er ist spät dran und telefoniert mit dem Regisseur, der über diese Verspätung alles andere als begeistert ist.
Als er nach der Ankunft mit dem Zug durch die Bahnhofunterführung geht, wird er von einer Gruppe Rechtsradikaler provoziert. Nach ersten gehässigen Worten kommt es zu Tätlichkeiten. Mulu wird zu Boden gerissen und von den Rechtsradikalen verprügelt. Keiner der umstehenden Passanten hilft ihm. Schliesslich trifft die Polizei ein und macht dem blutigen Treiben ein Ende.
Während der Protokollaufnahme wird Mulu von einem der Rechtsradikalen weiterhin verbal angegriffen. Der Neonazi erhofft sich die Sympathie der Polizeibeamten. Doch diese erledigen sachlich ihre Arbeit. Sie nehmen auf, dass Mulu deutscher Staatsbürger ist und am Theater in einem Stück nach Rainer Werner Fassbinders Film «Angst essen Seele auf» spielt. Nach anfänglichem Zorn will Mulu weder Anzeige erstatten, noch sich ins Krankenhaus bringen lassen. Er nutzt die erstbeste Gelegenheit, um ins Theater zu kommen.
Hier wartet bereits seine Bühnenpartnerin Emmi. Mulu kommt gerade noch rechtzeitig zu seinem Auftritt. Nach anfänglichem Erschrecken über Mulus Verletzungen, spielen beide äusserst gefühlvoll ihre Rollen: In einer der Schlüsselszenen verliebt sich eine dreissig Jahre ältere, einsame Frau - dargestellt durch Emmi - in einen marokkanischen Gastarbeiter, der von Mulu gespielt wird.
Nach der Aufführung sitzt Mulu wieder im Zug. Er hat vom Regisseur überschwängliches Lob erhalten. Nachdenklich streut der Schauspieler den geschenkten Blumenstrauss aus dem Fenster.
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