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«Wir alle erliegen irgendwann rassistischen Vorurteilen, auch ich selber bin davor nicht gefeit ... Das Drehbuch von Dalila hat in mir schmerzliche Erinnerungen wachgerufen und mir Gelegenheit verschafft, sie zu verarbeiten. Vor einigen Jahren befand ich mich einmal zusammen mit Freundinnen in der Metro, als eine weisshäutige Frau das Abteil betrat, gekleidet in einen afrikanischen 'Boubou'. Wir waren der Meinung, dass sie in diesem Kleid lächerlich aussah, denn schliesslich gehört das zu unserer Kultur, und nicht der ihren.
Während der Fahrt haben wir nicht aufgehört, uns darüber in unserer Sprache, Arabisch, zu äussern und halblaut über diese Frau zu lästern. Sie reagierte nicht darauf, bis zum Moment als sie ausstieg: Sie drehte sich zu uns und redete mit uns in unserer Sprache. Nie werde ich vergessen, welche Gefühle der Trauer über unsere Spässe dabei ihre Worte und Blicke ausdrückten: Sie liebte unser Land, sprach dieselbe Sprache wie wir und konnte unsere verächtliche, abweisende Haltung nicht verstehen. Ich wünsche mir ganz aufrichtig, dass dieser Film dazu beitragen kann, jeden von uns zum Nachdenken anzuregen ...»
Fanta Régina Nacro
(Übersetzung aus dem Französischen: Peter Fasnacht)
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