Aufbau
der Unterrichtsvorschläge
Hinweise zu Konzept und Aufbau 

Szene aus dem Kurzfilm «Mohamed»

Die Hilfestellungen beschränken sich auf wenige, aber praxisnahe didaktische Vorschläge. Diese folgen im Kern einem sich wiederholenden Grundmuster, verbunden mit einigen filmspezifischen Akzenten. Nicht verschweigen wollen wir im Weiteren, dass in der Deutung der Filme unsere subjektive Einschätzung bewusst nicht ausgeklammert wurde, wohl aber begründet wird.

«Allgemeine Erklärung der Menschenrechte»

Grundsätzlich liessen wir uns bei unseren Vorschlägen von der «Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte» leiten, welche die UNO bereits 1948 verabschiedet hat. Auch wenn eine direkte Bezugnahme zu einzelnen Artikeln nicht immer möglich war, haben wir für jeden Film eine uns begründbare Zuordnung vorgenommen, sind uns allerdings der Subjektivität dieser Entscheide bewusst. Aus diesem Grund liegt denn auch der vollständige Text der Menschenrechtserklärung den Materialien bei. In unseren Gesprächen zeigte sich im Weiteren, dass der Text zwar «unantastbare» Grundsätze enthält, heute aber wohl teilweise anders formuliert und ergänzungsbedürftig erscheint.

Filmkundliche Aspekte

Eine wesentliche Überlegung bei unserer Beschäftigung mit den hier vorgestellten Filmen war die Überzeugung, dass Filme nie nur auf «Materialien» für alle möglichen pädagogischen und anderen Anliegen reduziert werden sollten. Filme sind genauso (Kunst-)Werke, die es verdienen, auch als solche wahrgenommen zu werden. Deshalb enthalten unsere Hinweise auch Angaben zu den Leuten hinter dem Film (Drehbuch-Autor/in, Regisseur/in...) zur Kameraführung, zur Sprache des Films resp. Filmsprache und weiteren filmspezifischen Aspekten. So könnten sich z. B. – neben der intensiven Beschäftigung mit dem Inhalt des Films – anhand von Standbildern (film stills) ganz neue Aufgabenstellungen ergeben.

Aufbau der Unterrichtsvorschläge

In der Übersicht zu den Filmen werden Angaben zur Stufeneignung gemacht. Erprobungen mit den Filmen und den Aufträgen haben gezeigt, dass die Eignung stark von der jeweiligen Klasse, ihrem Umfeld und dem «didaktischen Aufwand» abhängt. Einige der Filme können bereits ab dem 2. oder 3. Schuljahr eingesetzt werden. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf den oberen Klassen der Primarstufe und der Sekundarstufe I (7. - 9. Schuljahr). Problemlos können diese aber auch – mit gesteigerten Abforderungen – in Klassen der Sekundarstufe II eingesetzt werden.

Die didaktischen Hinweise folgen – aus unterrichtspraktischen Gründen - einem mehr oder weniger identischen Muster:

Inhalt des Films

 
Im Sinne einer raschen Orientierung der Lehrkräfte wird der Inhalt des Films kurz zusammengefasst.
 
«Allg. Erklärung der Menschenrechte» 

 
  
Bei allen Filmen kann ein Bezug zum Artikel 1 gemacht werden. Dazu wurden jeweils ein oder zwei weitere Artikel ausgewählt, die mit der jeweiligen Thematik des Streifens in Bezug stehen.
 
Didaktische Umsetzung
 
Angaben zum Zeitaufwand:
 
Sie geben an, wie viel Zeit mindestens einzuplanen ist, um den Film zu betrachten und sich mittels Aufträgen und Gesprächen mit dem Kerngedanken zu befassen. Die Angaben sind naturgemäss zu relativieren, hängt der effektive zeitliche Aufwand doch von vielen Faktoren ab.
 
1. Vorbemerkungen:
 
Einige Überlegungen zum Film selbst und zur Frage, worum es – in Bezug auf die Thematik – hier geht.
 
2. Lernziele:
 
Es folgt eine kurze Liste möglicher Lernziele. Dabei werden sowohl Lernziele formuliert, die im engeren Sinne überprüfbar sind, als auch solche, die eher in Richtung einer Veränderung von Haltungen / Einstellungen zielen. Diese Zielsetzung ist zwar bedeutsam, aber kaum kurzfristig erreich- und überprüfbar.
 
3. Unterrichtsvorschläge:
 
Aus vielen möglichen Ideen haben wir ganz wenige ausgewählt. Sie sind lernzielorientiert und in der Regel so aufbereitet, dass für die LehrerInnen kein grosser zusätzlicher Aufwand mehr entsteht. Trotzdem gilt es auch hier, gemäss der verfügbaren Zeit und den Voraussetzungen der Klasse Schwerpunkte zu setzen.
 
Arbeitsmaterialien
 
Lückentext zum Inhalt des Films:
 
Es ist natürlich möglich, das Zusammenfassen des Inhalts ebenfalls als Auftrag zu formulieren. Je nach verfügbarer Zeit, Anspruchsniveau und Anforderungen kann auf den Lückentext zurück gegriffen werden. Obwohl diese Form didaktisch nicht unbestritten ist, kann damit – auch bei schwächeren SchülerInnen – gewährleistet werden, dass der Inhalt des Films erfasst werden kann.
 
Arbeitsblätter:
 
Sie sind als Kopiervorlagen konzipiert. In der Regel geht es darum, sich mit dem Inhalt des Films gezielt auseinander zu setzen, die Ergebnisse anschliessend schriftlich oder im Gespräch zu vertiefen und die SchülerInnen anzuregen, sich eine eigene Meinung zu bilden und entsprechend Stellung zu nehmen.
 
Fotosprache:
 
Zu jedem Film existiert ein Arbeitsblatt mit sechs Standbildern aus dem Film und unterschiedlichen Aufträgen, zum Beispiel einer kurzen Zusammenfassung der jeweiligen Szene. Alle Standbilder befinden sich auch auf dem Videoteil der DVD unter «Fotos».
 
Weiterführende Anregungen
 
Wer sich intensiver mit einem Film beschäftigen will, findet unter dieser Rubrik weitere Ideen und Vorschläge.